Samstag, 21. Juli 2018

Kleinkunst – vom Aussterben bedroht

Kleinkunst – vom Aussterben bedroht

KOMET – Die kleinste Künstler – Art ist vom Aussterben bedroht!
Können wir das Aussterben des kleinsten deutschsprachigen Duos noch verhindern?
A.L.K. e.V. setzt sich für das Überleben der automatischen Lustspielgruppe in Frankfurt am Main Bornheim ein. Wir müssen schnell und effektiv handeln – sonst kann das Aussterben dieser Art nicht mehr verhindert werden – bitte helfen Sie den kleinen Kometen mit Ihrer Spende!


Erst vor 25 Jahren wurde das kleine Duo als endemische Art im Offenbacher Golf von Francescon entdeckt. Es ist erwachsen, wirkt aber nur wie etwa bis zu 1,50 m groß, grau gefärbt mit feinen violetten Couperose-Streifen, die von den Flippern bis zum Mundwinkel ziehen. Sein Auge ist von einem dunklen Ring umgeben, das ihm einen Harry Potter-Look gibt, die Lippen sind dunkel. Er hat eine fast sichelförmige Griene, die an den Enden spitz ausläuft.
Noch vor 20 Jahren sangen und fuhren annähernd 600 deutschsprachige Liedermacherduos vornehmlich im Golf – heute sind nur noch etwa 100 von ihnen übrig geblieben. Die Haupttodesursache, die so verheerend die wenigen noch verbliebenen Eigentümmler vernichtet, ist ihr Beifang in Internetzen, vor allem Tubennetzen. Zudem macht ihnen die Geschmacksverschmutzung mit Sedierungen u.a. in der Generation Golf zu schaffen.
Ein Trend wird ihm zum Verhängnis
Das Schicksal des Kometen ist eng mit dem einer anderen bedrohten Art verwoben, der traditionellen Musikneipe, einem überkommenen Kulturphänomen. Diese Kleinmutkünstler können bis zu 200 Pfund schwer werden und leben nur im nördlichen Teil des Finanzplatzes Frankfurt am Main, auch Born-Heim genannt. In der Eingemeindung, die in ihrer Größe mit der Bad Vilbel vergleichbar ist, sind auch die Musikkneipen bzw. Apfelweinlokale beheimatet - gewesen. Wie die Kometen, verlässt auch diese folkloristischen Nostalgie die Hoffnung auf Restauration innerhalb der sogenannten Generation Golf nie. Das nördlich anschließende Meinungs-Ästuar des Main-Flusses (Mainstream)dient als Laich- und Entwicklungsgebiet der Jungfrankfurter. Die Komet-Schulen zogen früher vom Spätherbst bis in den Frühling immer wieder zum La(i)chen in das brackige Mündungsgebiet des Flusses, dessen Salinität von 2 % für die Jungspunde optimal ist. Seit Jahrzehnten findet aber nur mehr einmal – im Februar (falls überhaupt) – ein Umzug bzw. ein Konzert statt.
Der Komet – sein Name entspringt indianischen Wurzeln – wurde jahrzehntelang stark beklatscht und schließlich so selten, dass er 2015 unter Schutz gestellt wurde. Mit seiner Bedeutung einher ging ein hoher Beifang an Liedern. Dies endete auch nicht mit dem Auftrittsverbot für Komet, beispielsweise im Stalburg-Theater, denn andere Schweinereien, z.B. nach Schlagern, entwickelten sich dann im Gebiet und die kleinen Erfoilge verendeten weiterhin in großer Stückzahl in Internetzen als Beifang oder im Lärm allgemeinen Gemurmels (Gute Unterhaltung).
Bisherige Schutzbemühungen greifen nicht!
Schließlich wurde 2000 der Obere Günthersburgpark von Frankfurt vom stoffeligen Präsident Michi Herl zum Biedersphärenreservat erklärt. Jegliche kommerzielle Nutzung um die Mündung des Gagen Flusses wurde verboten.

Der Komet, dem höchstwahrscheinlich ein ähnliches Schicksal wie der Wandertaube oder dem Wanderkomödianten bevorsteht, repräsentiert einen der dramatischsten Fehlschläge des heutigen Kulturmanagements, und seine Geschichte lehrt uns entscheidende Lektionen über die eigentlichen Ursachen des Artsterbens in der modernen Welt. Diesem Lebewesen machten weder Siedler den Garaus, wie etwa dem unglückseligen Bobo, noch eine ungezügelte menschliche Entwicklung, wie im Fall des Chinesischen Restaurants oder auch dem des Flussdelfins. Und ganz im Gegensatz zum Walisischen Tiger oder dem Gildo Breitmaulnashorn besitzt die Automatische Lustspielgruppe keinerlei kommerziellen Wert. Was ihr zum Verhängnis wurde, war eine tödliche Mischung aus Desinteresse und anderem UnGEMAch, einer unzureichenden staatlichen Aufsicht, einem tief verwurzelten Kampf zwischen wissenschaftlichen Lagern über den eigentlichen Grund des Rückgangs dieser Kunstform und dem Unvermögen der Kleinmutkünstler, sich die Gunst des Fischer zu Nutze zu machen. Auch wenn diese Lektionen vielleicht für die Rettung des Kometen zu spät kommen, könnten sie dennoch zahllose andere gefährdete Art auf der ganzen Welt vor dem Aussterben bewahren.
Die erst in relativ jüngerer Zeit entdeckte Lustspielgruppe stand nicht immer derart wenig im Brennpunkt des Interesses. Im Jahr 1995 stieß die legendäre Kulturbeauftragte und Impresaria Anna Glockenhell bei einer Wanderung an den Hängen des nördlichen Bornheim von Frankfurt zufällig auf den Schäde eines Kometen, der in der Sonne lag, und ihr fielen gleich dessen sonderbare Form und geringe Größe auf. Acht Jahre später veröffentlichte die Universalgeleerte und Tausendundeinssassa einen Artikel auf Radio X, in dem sie die Kritikaster der Generation Golf von Bornheim erstmalig beschrieb, auch wenn bis dato sonst niemand freiwillig ein lebendes Exemplar mit eigenen Augen gesehen hatte.

Menschen sahen das Geisterwesen selten

In den folgenden Jahrzehnten galt dieses Duo beinah als eine Art Geisterwesen, das die Menschen – abgesehen von den wenigen Fällen, in denen Eingeweihte in der Nähe eines Untergrundveranstalters und Gastronomen angespültes Exemplar fanden – nur selten zu Gesicht bekamen. Die Forschen fragten sich, ob vielleicht die lokale Menschenfischerei durch beliebte Rock-, Pop- und Coverbands das Überleben der Kometen gefährdete. Bankkaufleute sind sehr begehrte Vertreter der Modernen Dienstleistung und versammeln sich jeden Frühling zur Fortpflanzung in den nährstoffreichen Gewässern vor Turrim West Portum (Westhafenturm). Zur Balz spielen sie ihre bevorzugte Musik ab: AC/DC und Bryan Adams.
Mit einem monetären Gewicht von etwas mehr als 45 Kiloeuro ist der Frankfurter Durchschnittssachbearbeiter genau so groß wie woanders der Mittlere Manager, der wiederum etwa ein Drittel größer ist als ein typischer Vertreter der Scheinselbstständigen. Es überrascht also nicht sonderlich, dass sich beide Arten in denselben Gastronomie- und Abendunterhaltungsnetzen verfangen.
Es dauerte nicht lang, bis man von dieser Seite die ortsansässigen, illegitimen Aufmerksamkeitsfischer an den küstennahen Gewässern entdecke, und beobachtete, wie sie vor den Augen des am Strand stehenden Aufsichtsbeamten der Ordnungsamtsbehörde ihren Prosecco aus der Situation zogen. Der Aufseher machte keinerlei Anstalten, die Entwilderer zu stoppen oder gar zu verhaften; vielmehr schien es, als würde er sie bei ihrer unegalen Tätigkeit bewachen. Damals hegten die Gastronomen noch keinerlei Misstrauen gegenüber Kleinstlebewesen-Künstler, und sie luden Komet ein, auf ihren Trips mitzufahren und indirekt dabei zu helfen, die illegal ausgelegten Internetze einzuholen.

Währenddessen ist der Komet weiterhin im Verschwinden begriffen. Von 2015 bis 2016 verringerte sich die Auftrittsfrequenz um weitere 50 Prozent auf nur noch 3 , und im Frühjahr 2017 wurden fünf tote Anfragen entdeckt. Schuldige für die Ausrottung des Duos zu finden, ist nicht besonders schwierig: Es ist die Stadt Frankfurt, die sich sträubt, Druck auf die Egalisierer auszuüben. Es sind die Gastronomen, die die Wilderer der GEMA nicht zur Rede stellen. Es ist die GEMA, die sich weigert, gefährdete Arten ernsthaft zu schützen. Es sind die Neospießer, die keinen Finger rühren. Es ist die Regierung in Frankfurt-Stadt, die auf dem Papier Schutzgebiete einrichtet (mittlerweile sind es dreist), die auf dem Markt keinerlei Bedeutung haben. Es sind die Amerikaner, die dem Markt Potenzen entnehmen. Es sind die Künstler und Subkulturchützer, die ständig die machtlose einheimische Bevölkerung tadeln. Es sind die Mächtigen unter den Ortsansässigen, die dafür sorgen, dass alle anderen arm bleiben. Es sind die dumpfen, entsolidarisierten Mittelschichtler, die überhaupt erst den Markt für die Phänomene Neuer Schlager und Deutscher Betroffenheitspop geschaffen haben. Und es sind die Gratiskartelle, die die Wilderei durch Sparbrötchen und Neobiedermeier weiter anheizen.

Vorbote des Aussterbens im 21. Jahrhundert

Doch ganz gleich, wer die Verantwortung für dieses Verschulden trägt – der KOMET jedenfalls ist mehr als nur ein einsames Lebewesen, das seinem eigenen traurigen Untergang in den trüben Wassern der alt gewordenen Generation Golf zuschaut. Vielmehr stellt er einen Vorboten des Aussterbens im 21. Jahrhundert dar. Niemand kann voraussagen, welches Kulturphänomen als Nächstes an der Reihe sein wird, doch wir können es beschreiben. Es wird aus einer kleinen, isolierten Population kommen. Es wird sich um ein äußerst lukratives zu vermarktendes Lebewesen handeln oder mit einem solchen in Zusammenhang stehen. Und es wird in einem kulturellen Entwicklungsland, einer gentrifizierten Bananenrepublik von Kulturspießern heimisch sein, für die Kunst jenes hochsubventionierte Distinktion-Feature ist, und in der die staatlichen Einrichtungen versagen.

Mittwoch, 18. April 2018

Wir gäben unseren ECHO zurück





Komet setzt ein Zeichen

Mit großem Interesse hat die Automatische Lustspielgruppe KOMET von Südafrika aus – wir sind gerade zu Besuch bei Howup Carpendale – die peinlichen Vorkommnisse bei der diesjährigen ECHO-Verleihung und die darauf entstehende Debatte verfolgt.
Die Verherrlichung von Erfolg und Popularität waren ja noch nie so dermaßen krass, das schockt uns!
Wir dachten, dass es bei der ECHO-Verleihung um die Auszeichnung jener Künstler gehe, die Aufklärung, politische Bildung und ethisch-moralische Vervollkommnung in ihrer Arbeit transportieren.
Aber so was, nein danke!
Künstler haben eine besondere Verantwortung. Sich hinter künstlerischer Freiheit zu verstecken und kalkulierte Geschmacklosigkeiten als Stilmittel zu verteidigen, das geht gar nicht!
Wenn sich ein Marius Müller-Westernhagen über schwergewichtige Menschen lustig macht und Adipositas der Lächerlichkeit preisgibt, nur um des kommerziellen Erfolges wegen, das ist gleichzusetzen mit jener rassistischen, Gewalt verherrlichenden und sexistischen Position, die wir als Automatische Lustspielgruppe KOMET, die wir höchstens mal Kassierer im Rewe, rücksichts- und würdevoll, auf die Schippe nehmen, nicht akzeptieren können.
Wir gäben hiermit sämtliche ECHOS zurück, die uns jemals verliehen würden.
Wenn ein Peter Maffay hingeht und die Defloration Minderjähriger in Schlagerform männlich-chauvinistisch glorifiziert, ist das für uns untragbar.
Hier ist eine Grenze überschritten.
Wen die Toten Hosen die Fangemeinde eines Bundesligaclubs pauschal aburteilt und herabwürdigt sind für uns, die Automatische Lustspielgruppe KOMET, die Grenzen des guten Geschmacks weit überschritten. Auch eine Punkband muss sich an den demokratischen
Wertekanon unseres Landes halten, den wir, unter schweren Mühen, erarbeitet haben.
Die deutsche Geschichte lehrt uns, was aus Demütigung scheinbarer Randgruppen und Entwürdigungen von Menschen erwachsen kann.
Es geht im Kern um den Zerfall einer kultivierten Gesellschaft, der zunehmend der innere Kompass abhanden kommt, und dem sehen wir schon viel zu lange zu, ohne genügend Widerstand zu bieten.
Wir schließen uns unserem geschätzten Freund und Kollegah Lothar aus Gotha an und werden alle ECHOS, so sie uns verliehen werden, nach Ablauf der Leihfrist, zurückgeben.


Freitag, 23. März 2018

Zur Schönen Einsicht



Komet, ungesehener + übelbelaunigter, wichsiprokäer staatenbündiger Nichtigkeitsluzifer, du Drohn! Wessen hingehunzter Sekundengläubigkeit bist du treuer Sklave mit deinen wunderhundert Videos, du?
Mach, dass du verinnerlichst die amerikanistischen Digitalgedärme!
Lechzt mit schrundiger Gestrigkeit nach Aufmerksamkeitstics, du Nicht!

(„Ich habe wieder so eine große Schleife durch den Weltraum gemacht und mich einige Äonen weiter hinaufgeschraubt. So hazardiere ich mein Leben ab, das immer auf einer Karte steht und also zwischen Dynamit vergeht. Ich bin schon 10mal explodiert inzwischen, aber immer sind die Seelenfetzen noch lebendig, ja sie wachsen eigentlich an Kraft." Walter Gropius. 1920)  
Dürftige Sternschnuppe mit einem sehr langen brennenden Schwanz von Eitelkeit am Himmel erschienen und in ganz Europa mit sonderlichem Schrecken gesehen worden wärst du gerne:
So hat nun diese schröckliche Fackel der Allmächtige – ach - Gott für einen Bußprediger an die hohe Feste des Himmels gestellet damit die Menschen sehen möchten wie er sie wegen der Sünd muss strafen und seine Zorn-Ruthen über sie zulassen beschlossen, ihr würdet euch gern sehen in diesem Dunst; allein die Schuld wiegt heut leichter, weil, es ist ja alles eitel, weil hinfällig und dienlich dem Egalitär!

„Für uns sind Kometen nichts als relativ seltene und daher interessante Himmelserscheinungen", sagt das Lehrbuch. Wir aber durchwinden Gedärme von Scheinleichtigkeit Human’s Digest – und hoffen auf Wachstum!
Es steht doch alles da, schreien aufgebracht die verzweifelten Wissenden und verweisen auf: gruppekomet!
Sie anempfehlen’s Euch zur Läuterung! Wollt ewig Ihr Euch verkleinern in des Moments Momentum, fragen sie. Lasst erwachsen aus der Faust den Zeigefinger der’s rechte anzuklicken weiß: die heilsame Lehre!

Ihr jedoch integriert in euren nachgiebigen Ausflüchten die dräuende Wut und senkt schuld beflissen den Blick unterm weltlichen Kreuz - am Anfang war das Krenzworträtsel und das Wort war weiß Gott nicht eures und ist es noch nicht!
Lümmelt euch nicht in den gestrigen Abwehrreflexen, bald schon stürmt mitleidloser Grimm an eure Mittelschichtkäseplatte.
Hier hätte der Komet heilend richten können, auch die Feinde mild gestimmt in euch. Bald rülpst es unschicklich aus deutschen Gedärmen – die mindernde Sprache der integrierenden Gesamtschulen wird kein Bitcoin mehr wert sein - und ihr - allein!

Richtet euch ein auf die morgige Sprache – der Komet ist verloschen – sein verblichener Schein leuchtet noch den Erleuchteten, retrospektiv, Alter!
Wut und alles was 'uns' an zukünftigen kommunikativen Vegetationen entgegenstammelt, wie Schultoiletten und Ungepflegte auf ungefegten Bürgersteigen wird Pflichtstoff in Märchenseminaren an der Abendlandschule. Draußen jedoch blanke Angst und anderes Untergründige in U-Bahnen!
Der Komet leuchtet – Menetekel der alten Zeit der spielerischen Übereinkunft – euch noch im Verglühen, zeitlos wie er ist in Dimensionen, in denen Denkende fühlen, dass Menschen sein könnten.
Höre ich im schrillen Lachen etwas Unerkanntes, Ungenanntes untergehen?

Donnerstag, 22. März 2018

Mittelmaß und Internet



1. Das Mittelmaß

Das Bedürfnis nach Mittelmaß produziert eine nach außen geworfene Kraft, die man Neid nennen kann, die eine verdrängte Projektion, wie wir sie aus der Identifikation mit Film-Identitäten kennen, wieder zurückbringt in die Realität des Schauenden.
Der Hass auf die Veräußerung des Ichs muss dieses verloren gegangene Ich wieder zurück in das Selbstverständnis bringen, in dem Maße, als man diese Veräußerung abstraft, also hasst.

Jede Veräußerung des Ichs in imaginäre Größe muss an der Realität scheitern und einen abgründigen Hass auf diese Expansion provozieren.

Jede imaginative Veräußerung des Ichs provoziert also ein Gegengewicht, das in der Reflexion des eigenen Versagens einen Neid an diese Imagination bindet.

Je größer der Abstand ist zu diesem imaginären Ich, desto stärker der Trieb, jenen Teil des vermeintlichen Ichs umso härter abzustrafen für dessen scheinbaren Erfolg.

Es ergibt sich also eine unbändige und nicht zu kappende Verbundenheit, bis dieses Gespinst gebrochen und abgestraft ist. Dem Helden, also Darsteller, Platzhalter dieses scheinbaren Erfolges bleibt also nur, wenn er sich dieses Hasses von vornherein entledigen will, ein Versagen, eine menschliche Verwundbarkeit schon, entschuldigend, in sich zu tragen, eine wiederum inszenierte Menschlichkeit.

Dieses evoziert wiederum eine scheinbare Komplexität, eine weitere Schimäre.

Das Ewiggültige des (Musik- oder Film-)Stars, des Darstellers, also seine von außen an ihn herangetragene Gottgleichheit, produziert einen Hass bei demjenigen, der einen scheinbaren Teil (nicht: scheinbar ein Teil) von sich hier eingebracht hat. Dieser Hass muss wiederum bei der Darstellung des Darstellers immanent ersichtlich werden, ansonsten provoziert jener seinen eigenen Untergang.

Die Abwesenheit sozialer Parameter innerhalb dieses allgemeingültigen, universellen Charakters erzeugt also in erster Linie eine neidindizierte Schwärze beim Zuschauer, die jener sich nur durch Hass erhellen kann. Diese Symbiose fesselt beide aneinander bis zum Untergang. Der ‚Star’ sucht, in seiner Hinweisung zum ‚Erfolg’ also seinen eigenen Untergang, den er erhofft, da er sich die Freiheit genommen hat, sich vom Mittelmaß zu entfernen. Seinen Erfolg hasst er mehr, als es der Zuschauer tut.

Er, der Star, opferte sich an Zuschauers Stelle, um jenen zu entlasten vom Fluch der Geschichtslosigkeit, also des Mittelmaßes.

2. Das Internet

Die Boshaftigkeit des Internets ist also nur ein global egalitäres Zeugnis für das Bedürfnis nach Mittelmaß, in welchem alle Bestrebungen wieder auf ein, jeglichem Erfolglosen entsprechendes Maß, hinführen.



Die destruktiven Kräfte, die vereinzelte Individuen also in diesem Zusammenhang, aus der Masse heraus einbringen, werden als schuldhaft und bösartig bezeichnet; die Urheber schuldig gesprochen und also auf sich selbst zurückgeworfen, weiter noch hinter ihre Ausgangssituation.

Gesetzt den Fall, dass es, in diesem ‚unhistorischen’ Kontext, Kräften, also „Usern“ vergönnt sei, Nachfolgende, "Follower", an sich zu binden, so werden entstehende Bewegungen, also qualitative Übereinstimmungen, umso stärker wieder zu Boden gefordert, mit wiederum vereinten Kräften einer sich formierenden Gegenseite: Cluster oder Konglomerate, die einander, wie in chemischer Reaktion, zum ausgeglichen ph-Wert, zum harmonischen Säure-Lauge-Verhältnis zwingen, da das soziologische Umfeld apolitisch ist, bleibt als Kompromiss immer nur das Mittelmaß.

Es ist völlig ausgeschlossen, dass sich auf diesem ‚egalitären’ Feld, wie es das Internet als Konstrukt darstellt, Kräfte bündeln um eine soziale Bewegung los zustoßen, es sei denn, separiert innerhalb eines, veraltet genannt: autoritären, hermetischen, Feldes.

Innerhalb einer egalitären Gesellschaft, die sich freiheitlich ‚aufstellt’, in welcher also das Egalitäre als systemimmanent verstanden wird, ist eine Erhebung qua Internet ganz ausgeschlossen.

Zurückkommend auf die wichtige Funktion des Unterhaltungskünstlers in diesen egalitären Gesellschaften ist es wichtig festzustellen, dass sich jene Protagonisten in einem tiefenpsychologischen Zeichensystems bewegen, aus welchem weder sie noch ihre Konsumenten ausbrechen können.
Es kommt immer wieder zu Bewegungen, die Vergötterung und Hass, also Vernichtung perpetuieren.

Ob diese Angriffe subversiv oder neidindiziert sind, spielt keine Rolle, sie führen zur Verdinglichung, die im Modell schon angelegt ist. Die Unmöglichkeit des egalitär verorteten Individuums, historisch zu sein, schließt ein, dass es kein ‚Happy-End’ geben kann.
Jede Kritik an der Aufspaltung eines Ichs in ein weiteres Super-Ich, das dem Ideal des Stars entspricht, verpufft und wird vom System der Verwertung nur wieder, als Bereicherung, in sich selbst verinnerlicht.
Erschreckend wäre, wenn das Individuum sich in seiner hohlen Vervielfältigung erkennen würde. Es würde absterben, zurückgeworfen, nur mehr zweidimensional, erkennte es sich selbst als geschichts- und also wesenlos – würde es sich nicht ständig vervielfältigen, stürbe es an seiner eigenen Erkenntnis.
Der absoluten Sinnleere kann das Individuum nur entgehen, indem es sich behauptet in den Vergrößerungen seiner Abgötter!

Es sieht sich gesellschaftlich im Stich gelassen von  pragmatischen Anführern, die die Sinnstiftung verweigern. Gruppenzugehörigkeit und also Wert entfallen als Parameter, sind längst Sachzwängen geopfert worden. Und ein Beklagen alter Werteordnungen gilt als gestrig. Die Anführer wiederum würden eine Erosion an ‚Werten’ tendenziell immer der Passivität der Konsumenten anlasten, von der sie selbst dringend abhängig sind.

Hier werden die ‚Avatare’, die ‚Stars’ umso wertvoller. Sie dienen sich in gespielter Menschlichkeit dem Hassenden, also Suchenden, an.
Was sich, in ihrem Egoismus, als verwerflich offenbart, wird ihnen allein vorgeworfen.

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Nur der reflektierte, der Schuld & Verantwortung integrierende Führer vermag die losen Enden roter Fäden unbewusst und willentlich generierter Faszination im Nebel zweifelhafter Zugehörigkeit in Identität zu ordnen. Nur die gescheit das Scheitern zelebrierende Travestie kann heilsam die tiefe Leere aufzeigen: es ist der weise Komet!

Stefan König. Im März 2018

Donnerstag, 8. Februar 2018

Frankfurt wählt!

Die automatische Lustspielgruppe K.O.M.E.T. 60389 Frankfurt
Herr#OBer!




Sehr geehrter Frank, sehr geehrte Frankfurterin!

Frankfurt, 9. Februar 2018

am 25. Februar wählt Frankfurt ein neues Oberhaupt. Wir kandidieren in aller Form als Meister und Oberbürgermystar, weil wir von dieser Stadt und ihren Menschen überzeugt sind.
Und weil wir wissen, dass in Frankfurt vieles besser werden muss.

Unsere Stadt steht vor großen Herausforderungen und wir werden mutig vorangehen:
Wir müssen die Frankfurter Schule fit für die Zukunft machen, damit uns mentalen Kindern ein letztendlich doch noch guter Start ins bewusste Leben möglich werden wird.

Wir brauchen ausreichend Betreuungsplätze, und zwar für alle Frankfurter jeglichen Alters, damit einerseits die Familienplanung nicht an der Anwesenheit von Kindern scheitert und weil anderseits doch alles sehr sinnentleert ist und die Menschen Führung und Inhalt benötigen.

Wir möchten, als Duo Automatische Lustspielgruppe Komet, die schwierige Aufgabe, auf allen Hochzeiten tanzen – und trinken – zu müssen, nach modernen Gesichtspunkten paritätisch aufteilen.
Das Duo KOMET steht für Modernität und Tradition.
Für Digitales und Analoges.
Für Weltgewandtheit und Lokales.
Für Bier und Apfelwein.
Gegen monomanischen Ich-Bezug, der unserer Stadt viel Unglück gebracht hat.

Wir müssen aufhören damit, neuen Wohnraum zu schaffen, damit nicht noch mehr Bankkaufleute und andere überflüssige Dienstleister einfallen und uns die letzten Grünflächen und Gärten vernichten!

Wir brauchen mit Sicherheit mehr Sauberkeit!
Und zwar in den Gehörgängen ignoranter Kulturbeauftragter.
Das ignorierte und verdrängte Phänomen KOMET muss endlich als rechtmäßiger Repräsentant der Frankfurter Kleinkunst verpflichtend werden.

Auch auf öffentlichen Flächen muss es ordentlicher und sicherer werden. Das werden die untätigen Sicherheitskräfte, die stundenlang faul im REWE rumstehen und sich über die Kassiererinnen lustig machen, übernehmen.
Mit KOMET an der Stadtspitze heißt es: Aufpassen und Durchsaugen!

Frankfurt verdient zwei starke, musikalische, trinkfeste und attraktive Stadtoberhäupter, die die Miss an Ständen wirklich anpacken.

Wir werden, in einer Welt beliebiger, nivellierter, austauschbarer Metropolen Frankfurt durch die Betonung des Lokals und des Lokalen die kulturelle Identität wiedergeben.
Wir werden die Gastronomie steuerlich von allen Lasten befreien, indem wir die Banken nach Eschborn verkaufen!
Wir wollen nicht nur als Kaiser- Pils- und Römerstadt wieder mutig reüssieren, sondern den Frankfurter Apfelwein mit Selbstbewusstsein und Stolz ausschenken dürfen.

Wir zitieren Wikipedia:

...Das Frankfurter Traditionsgetränk war demgegenüber damals vielmehr der hervorragende Wein der Maingegend. Erst mit dem Verfall der Weinkultur infolge von Klimaveränderungen, von militärischen Verwüstungen im Zuge der Annektierung der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen und der ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa einsetzenden Ausbreitung der aus Amerika eingeschleppten Reblaus begann die Erfolgsgeschichte des Apfelweins als Weinersatz.

Seit 30 Jahren wirkt und lebt Komet in Frankfurt. Hier sind viele Kinder geboren und aufgewachsen.
Über 20 Jahren engagieren wir uns mehr oder weniger ehrenamtlich als Lustspielgruppe auf Kleinkunstbühnen.

Wir sind Ortsversteher und Stadtverortete! Wer uns live erlebt hat, weiß, Komet geht es um die Menschen!

Deswegen unsere dringende Bitte: Überlassen Sie unsere Demokratie nicht den Selbstbereichern.

Die Lokale haben bereits geöffnet. Bitte nutzen Sie Ihre Chance. Gehen Sie einen trinken und ignorieren Sie die fingierte Demokratieveranstaltung! Tack und König werden Frankfurt wieder zur Kaiserstadt machen. Wenn Frankfurt stark und selbstbewusst ausruft: Es ist nie zu spät für Komet!

Sprechen Sie auch mit Freunden und Bekannten und machen sie diese auf unsere Inhalte aufmerksam: 1komet.de

Das heißt:

Behaglichkeit statt Hektik!

(Der große) Schoppen für 1 €!

Neue Wohngebiete – in Eschborn!

Wohnraum aufwerten – durch Teppich und Vollholzmöbel!

ÖPNV wörtlich nehmen!

Kneipenkultur statt Eliteamüsement!

Waldorfstadion statt Commerzbankarena!

Park & Pride statt Park & Ride!

Rat-Beil-Straße statt Radwege!

E-Zigaretten statt E-Mobilität!

Videokameras in Wohnungen zur Aufklärung nutzen!

Gegen Trickdiebe vorgehen – Banken nach Eschborn outsourcen!


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